Projekt KONFIDU

Projekt Konfidu

Zuversicht für junge Menschen aus belasteten Familien. Sucht und andere psychische Belastungen verlangen einer Familie viel ab. Das Projekt KONFIDU wendet sich deshalb an die ganze Familie mit individuellen Angeboten für Kinder und Jugendliche sowie an Eltern.

Für Kinder und Jugendliche ist die psychische Belastung und/oder Suchtbelastung eines Elternteils meist eine große Bürde. Häufig entsteht ein "Familiengeheimnis", das es zu schützen gilt und nicht außerhalb der Familie zu thematisieren ist. Durch Gefühle wie Scham, Ängste und die Annahme, möglicherweise selbst in gewissem Maße für die Belastungen der Eltern verantwortlich zu sein, wird die Wahrung des Geheimnisses oft verstärkt und hält Kinder und Jugendliche davon ab, sich jemandem anzuvertrauen. Ziel ist, durch den Einsatz verschiedener spielerischer und erlebnispädagogischer Methoden, die sich mit folgenden Schwerpunkten befassen, sich behutsam an die Themen Sucht und psychische Belastung heranzutasten:

  • Wie geht es mir in meiner Familie?
  • Wie darf und kann ich mich abgrenzen?
  • Was ist meine Rolle und wo kann ich Verantwortung abgeben?
  • Wo kann ich mir Hilfe holen?

Da es sich um sensible Thematiken handelt, werden diese nicht in den Vordergrund gestellt, sondern den Kindern und Jugendlichen wird genügend Zeit und Raum gegeben, sich in ihrem individuellen Tempo zu öffnen. Dabei sollen sie vor allem auch Spaß miteinander erleben und Solidarität erfahren.

Betroffene Eltern möchten wir soweit wie möglich einbeziehen. Dies kann zum einen bedeuten, dass sie ihren Kindern ihr Einverständnis zur Inanspruchnahme von Angeboten geben. Zum anderen können Eltern auf Wunsch und bei Bedarf ein eigenes Beratungsangebot erhalten. Unsere Unterstützung umfasst dabei Informationsvermittlung und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit ihren Kindern sowie die Förderung der Erziehungskompetenz. Darüber hinaus geben wir konkrete Hilfestellung bei dem Wunsch den Konsum zu reduzieren oder einzustellen sowie bei Bedarf in ergänzende oder weiterführende Behandlungssysteme zu vermitteln.

KONFIDU umfasst verschiedene Angebote, die sich zum einen direkt an Kinder und Jugendliche wenden und zum anderen an Eltern als auch an Fachkräfte.

Infofaltblatt als PDF:
PDF Icon KONFIDU - Wir mit Dir zusammen



Symbolbild PräventionsangeboteSymbolbild Präventionsangebote

 

KONFIDU
(esperanto: konfido > Zuversicht)
Das Wort Konfido entstammt einer international angelegten Sprache und steht für die Zukunft, die jeder einzelne für sich selbst innerhalb gegebener Grenzen gestalten kann. Diese Chance zu sehen, zu ergreifen und der eigenen Zukunft mit Zuversicht entgegenzugehen, dafür steht KONFIDU.

ANGEBOTE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE (8 BIS 17 JAHRE)

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Einzelangebot
Eine pädagogische Fachkraft ist Ansprechpartner*in für einzelne Kinder oder Jugendliche, mit denen vertrauensbildende Gespräche und Aktionen insbesondere auch außerhalb der Einrichtung und in aufsuchender Form geführt werden.

Wöchentliches Gruppenangebot
Im fortlaufenden wöchentlichen Gruppenangebot wird Kindern und Jugendlichen ein geschützter Raum geboten, in dem sie sich mit Gleichgesinnten treffen und ihre Themen anbringen können. Die 90-minütigen Treffen werden zum Teil durch die zwei Gruppenleiter*innen strukturiert, zum anderen wird auch ein Freiraum geschaffen, aktuelle Themen und Wünsche der Teilnehmenden aufzugreifen bzw. diese in die Planung mit einzubeziehen.

Das wöchentliche Gruppenangebot beinhaltet folgende Themenbereiche: Gruppendynamische Übungen und Spiele, Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, eigene Stärken erkennen, Umgang mit Konflikten, Erlernen von Problemlösungsstrategien, eigene Grenzen erkennen und diese setzen, Vermittlung von Informationen zum Thema psychische Erkrankungen und Sucht, Erfahrungsaustausch – und ganz viel Spaß!

Ferienprojekt
Innerhalb der Schulferien arbeiten wir an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mit Hilfe verschiedener (erlebnis-)pädagogischer Methoden ganzheitlich präventiv. Die Programmgestaltung beinhaltet eine Mischung aus Informationsvermittlung, methodischer Gruppenarbeit und Freizeitaktionen. In einer Anfangs- und Abschlussrunde werden Befindlichkeiten, Stimmungen, aktuelle Vorkommnisse sowie der Tag vor- bzw. nachbesprochen. Eine Anmeldung vorab ist notwendig, da es sich um eine geschlossene Kleingruppe handelt.


ANGEBOTE FÜR ELTERN

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Betroffene Eltern begegnen Hilfeeinrichtungen häufig mit großem Misstrauen und Angst. Viele Mütter und Väter berichten von schlechten Erfahrungen, dass ihr Vertrauen oft enttäuscht wurde und von der Sorge, dass ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen werden könnte.

Vor dem Hintergrund der systemischen Betrachtungsweise werden Eltern und Erziehungsberechtigte von Beginn an einbezogen. Dies betrifft z. B. die Öffnung des »Familiengeheimnisses« der psychischen Belastung und/oder Suchtbelastung der Eltern gegenüber ihren Kindern, bei dem wir unterstützend zur Seite stehen.

Vor der Teilnahme an unseren Angeboten unterzeichnen die Erziehungsberechtigen einen Eltern-Kind-Vertrag, in dem unsere Arbeitsweise und die damit verbundenen Notwendigkeiten klar erläutert werden. Eltern sollen zudem die Möglichkeit haben zu erfahren, wie es ihrem Kind geht. Sie erhalten die Möglichkeit, eigenes Verhalten zu reflektieren und Hilfestellung, wie sie zum Wohle des Kindes agieren können. Des Weiteren wird Hilfe bei Erziehungsfragen angeboten. Die Unterstützung und Begleitung der Eltern werden von Berater*innen und Therapeut*innen von PERSPEKTIVE übernommen.


ANGEBOTE FÜR PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE

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Fachkräfte, die mit betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern/Erziehungsberechtigten arbeiten, können bei Bedarf fachliche Beratung im konkreten Fall als auch Schulungen zu folgenden Themen und Fragestellungen erhalten:

  • Suchtentwicklung und Substanzenkunde
  • Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen aus psychisch und/oder suchtbelasten Familien: „Welche Rolle übernimmt ein Kind in der Familie? Was sind häufige Verhaltensweisen?
  • Haltungsfragen „Wie ist meine persönliche und fachliche Einstellung zu Suchtmittelgebrauch und Suchtentwicklung?“, „Wie gehe ich mit meinen eigenen Gefühlen/Haltungen um, wenn ich in einer psychisch und/oder suchtbelasteten Familie tätig bin?" etc.

Ziel der Angebote sind, die fachliche Kompetenz und Handlungssicherheit zu erhöhen. Dies geschieht über die Vermittlung von Informationen und methodischer Kompetenzen sowie über die Reflektion der eigenen Haltung zum Thema psychische Erkrankung/Sucht und Elternrolle.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit an gemeinsamen Fallbesprechungen der beteiligten Institutionen als auch bei Bedarf an Hilfeplankonferenzen teilzunehmen.


Bei Fragen oder möglichen Zuweisungen in unsere Angebote kontaktieren Sie uns gerne direkt:

Ansprechpartner*innen
Kristina Bauer, Sozialarbeiterin (B.A.),
Tel. 0211 301 388-11;

Sandra Salehin, Sozialarbeiterin (B.A.),
Tel. 0211 301 388-14;

Kontakt

 

Ansprechpartner*in:
Kristina Bauer


Telefon:

0211 301 388-11


Email:
bauer
@crosspoint-duesseldorf.de

 

Ansprechpartner*in:
Sandra Salehin


Telefon:

0211 301 388-14


Email:
salehin
@crosspoint-duesseldorf.de